TÜV-Pressluftflaschen

Immer wieder stellen wir bei Sansabay Diving fest, dass viele Taucher recht verwirrt sind wenn es um den TÜV für Pressluftflaschen geht, und zwar wie oft und wann dieser durchgeführt werden muss.

Sansabay Diving hat sich schlau gemacht und ist auch fündig geworden. Anbei findest du eine Aufstellung wie die TÜV-Intervalle zu erfolgen haben.

 

Überprüfungsperiode und Farbkennzeichnung bei Stahlflaschen:

Gesetzliche Grundlagen:
Kesselgesetz 1992 und änderung 2001
Druckgeräteverordnung 1999
Versandbehälterverordnung 2002
ADR 2003
EN 1089 Teil 1-3

Grundsätzlich muss jede Stahlflasche (Versandbehälter) alle 10 Jahre einer Erprobung bzw. Überprüfung durch eine benannte Stelle (Prüfstelle z.B.: TÜV) unterzogen werden.

In der Versandbehälterverordnung vom 28.05.2002 sind die Prüffristen für Tauchgeräte festgesetzt:

  • Druckprobe (vorhergehender Termin 4 Jahre oder länger zurück)
  • nach 4 Jahren Innenbesichtigung
  • nach 3 Jahren Innenbesichtigung
  • nach 3 Jahren Druckprobe
  • nach 4 Jahren Innenbesichtigung usw.

Die Stempelung der Druckprobe erfolgt durch Einschlagung von Jahr / Monat / Prüfstempel / nächstes Prüfjahr. Die Dokumentation der Innenbesichtigung wird mittels Aufkleber und Lochprägung ersichtlich gemacht. Von den Fachleuten werden bei der Innenbesichtigung sehr strenge Maßstäbe angelegt, da für das Überprüfungsorgan die Sicherheit der Druckprobe wegfällt.


Die Farbkennzeichnung wurde in der EN 1089 Teil 1-3 für die Länder der EU als bindend eingeführt. Sie entspricht im großen und ganzen der UNO-Norm, die wiederum identisch mit der US-Norm ist. Während im Teil 1 Bauvorschriften, Stempelungen bei der Erzeugung und Werkstoffmischungen angeführt sind, sind für den Konsumenten eigentlich nur die Teile 2 und 3 wichtig.


EN 1089-2 enthält die Kennzeichnung der Transportbehälter. Pressluft zählt zur Gruppe Gas unter Druck nicht brennbar und ist mit einem Flaschensymbol auf grünen Quadrat auf die Spitze gestellt zu kennzeichnen. Bei Erstinbetriebnahme bzw. nach zerlegen und zusammenbauen muß der Inbetriebnehmer feststellbar sein. Firma und Adresse müssen auf dem Kleber eingedruckt sein.


EN 1089-3 enthält die Farbkennzeichnung der Transportbehälter. Tauchflaschen und Atemschutzflaschen werden von industriell verwendeter Pressluft unterschieden. Während letztere eine grüne Farbgebung haben, sind TG und AG als Behälter für Luft für Inhalation mit den Farben schwarz und weiß über je 50% der gesamten Schulterhöhe zu kennzeichnen.


Die Kennzeichnung soll ab dem 01.01.1998 erfolgen, muss aber bis zum Termin 30.06.2006 mit einem N in zweifacher Ausfertigung diagonal gegenüberliegend auf der Flaschenschulter markiert sein. Die alte Farbkennzeichnung ist bis zum 30.06.2006 noch verwendbar.

TÜV Gebühr

Preis / Flasche


Druckprobe oder Innenbesichtigung 


€ 55,00